Mittwoch, 11. Februar 2009

Erstmal 'ne Rückblende!

Hmmm… nen Block(g) zu verfassen… und denn auch noch für Amerika…

Okay auf der einen Seite natürlich das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ wo man angeblich vom „Tellerwäscher zum Millionär“ aufsteigen kann und es scheint als ob „nichts ist unmöglich“ (muss man dafür eigentlich bezahlen wenn man hier Werbesprüche benutzt???) hier. Auf der anderen Seite auch die aus der

Ferne sehr stolzen, patriotischen Amerikaner mit einem eher nicht vorhandenem als schlechten Gesundheitssystem, einem (mittlerweile EX-)Präsidenten der wohl eher als Bauer in Texas hätte

bleiben sollen und einem sehr ausgeprägten Bewusstsein für Verschwendungen jeglicher Art (Energie,

Umwelt, Öl… etc. etc. àaber ich will ja nicht gleich jeden Leser vergraulen!).

Nun gut, das Beste ist daran natürlich, dass man alle seine Freunde, Bekannte, Kollegen, Mitspieler, Kommilitonen, Verwandte und Nachbarn teilhaben lassen kann an seinen Erlebnissen ohne alle paar

Wochen an die 30 Ansichtskarten zu schreiben und die Wochenenden statt mit Ausflügen und Erlebnissen,

mit Telefonaten und Mailschreiben zu verbringen (ausgenommen einige wenige, sehr wichtige AusnahmenJ!).

Zweitens kann ich mein mittlerweile alterndes Gedächtnis etwas auffrischen,

beziehungsweise unterstützen, in dem ich das wichtigste hier festhalte und so mich mit wichtigeren Gedanken beschäftigen kann (ihr wollt ein Beispiel, ähhhh… nun gut… lasst mich darüber mal ausführlich nachdenken…

…seht ihr, schon schwer beschäftigt ;)

Aaaalso… jetzt hab ich alle erstmal mit meinen Eingangsgedanken zum einschlafen gebracht, nun dann, werd

ich euch mal wieder aufwecken, indem ich mit einem ganz kurzen, nicht weiter beachtenswerten Rückblick beginne auf die letzten, sagen wir, fünfeinhalb Wochen!!!

Dreeeeeiiiiii……………………………….Zwwwweiiiiiiiiiiiiiii……………………………….

Eiiiinnnnnnssssss……………………………Go………………………………………………!

Es war einmal, südlich der Grasplantagen von Mittelerde… ach neeee, des war ja was anders…

Also alles begann ganz genau am Donnerstag, den 08.01.2009 um 4:45 MEZ…

(Diejenigen, die mich jetzt näher kennen, dürften sich wundern: „HUCH… ist denn der Junge von allen guten Geistern verlassen… mussten die den zum Flughafen tragen??? Der ist doch zu der Zeit nie wach!!!

Hehe und den andern empfehle ich einfach, lernt mich besser kennen *g*)

Ja okay, war vielleicht etwas vor meiner Zeit, und war auch erst knapp 3,5 Stunden vorher ins

Bett gegangen, aber habe die Zeit wenigstens noch mal genutzt und mit Martin telefoniert.

Aber zurück zur Geschichte. Bin halt seeehr früh aufgestanden *gääääähn*, da ich aber doch sehr aufgeregt

war, machte mir das eher weniger aus und ich startete jung, dynamisch und erfolglos in den Tag *g*. Mein

Vater brachte mich zum Flughafen Tegel, noch schnell ein Mitbringsel (nämlich Schweizer Schokolade)

gekauft und um genau 7:30 Uhr MEZ hob mein Flieger Richtung, vorerst, London ab. War nämlich im

vornherein superschlau gewesen und hatte jegliche Hinweise doch bitte direkt und dann nach Newark

(und nicht JFK) zu fliegen, ausgeschlagen. Der Herr wollte ja unbedingt die große weite Welt erkunden,

also warum nicht Heathrow, ist doch bestimmt toll so ein Flughafen *schnarch*. Und obwohl ich des fliegen

total mag und auch Flugzeuge beeindruckend finde, habe ich die meiste Zeit in Heathrow (waren auch noch 5 Stunden) gepennt…

So, jetzt frisch ausgeschlafen und rein in den Flieger, Plätzchen gesucht, sehr schöne Maschine

(747-400, WOW, das ist mal groß…) und was/wen sehen wir da? Viktor… also der gleiche Viktor,

der bei Nico im Kurs ist (und nebenbei auch bei uns bei ALU (Abkürzung für Alcatel Lucent) ist), schon

eine Woche vor Arbeitsbeginn in Dallas (mit Nico) mit einer Freundin nach NY kommt und mit dem ich

mich treffen wollte. Des ja lustig, also mal schnell zusammengesetzt (war übrigens nicht abgesprochen dass

wir zusammenfliegen) und erfolgreich die ja bei mir sowieso kaum vorhandene Nervosität abgebaut

*zitterzitter* *g*.

Nach genau 6,5 Stunden Flug, unzähligen Mahlzeiten, Getränken und Filmen, sind wir dann auch schon wohlbehalten in NY – John F. Kennedy Airport gelandet. Dort gab es leichte Probleme mit der

Einreisebehörde und meinem Visum, die jedoch sofort mit meinem unbeugsamen „Scharrrmm“ und meinen hervorragenden Englischkenntnissen ausgeräumt wurden („Kutt juu pliiis repiet ittt?“ ist wohl bislang mein am häufigsten gebrauchter Satz, knapp vor „Neiis tuu miiet juu“).

Dann gings mit dem Zug und geplantermaßen mit dem Bus nach Union in New Jersey, ca. 30 km westlich von Manhattan! Nunja, ich wollte ja unbedingt zeigen wie erwachsen und selbstständig sowie gut im Navigieren ich bin… das klappte anfangs auch hervorragend, anfangs…

Wir (mit Viktor und seiner Freundin Simone, die sich mittlerweile angefunden hatte) also rein in den Airtrain

(der bringt dich nach Jamaica, da wo der Hanf blüht!!! Also jedenfalls heißt so die Station, aber auch dort

war es etwas kalt.), und dann weiter mit der Metro Richtung Port Authority, das große Busterminal hier,

wo so um die geschätzten 374 Busse abfahren! Stündlich!!! Meine 2 Begleiter sind schon vorher auf der

Strecke geblieben, also haben ihr Hotel gefunden und ich dann allein weiter. Ihr müsst wissen, Port Authority

ist nicht groß. Es ist RIESIG! Bin aber schlau und habe natürlich gleich am Infoschalter gefragt, sie mir eine

Karte gegeben mit dem korrekten Busfahrplan. Super! Dann noch schnell ein Ticket geholt und natürlich

nach der Nummer des Terminals gefragt (22 hab ich verstanden, 222 hat er gesagt, nein ich war noch nie

gut im zählen!), bei der 22 war nichts los und Union stand auch nicht dran, also nach der Nr. ausschau

gehalten die auf meinem Fahrplan stand: 117, die gibt es erst gar nicht… hmmm, also noch mal zum Schalter, peinlich peinlich, also jetzt 222, des sieht doch gut aus.

Problem Nr. 1: Die 222 hatte leider keine funktionierende Rolltreppe. Also ist man ja schlau und nimmt die

221, da muss es doch eine Verbindung geben! Denkste!!! Also über die Strasse geschleppt (nicht vergessen

ich war immer noch mit großem Koffer, Laptoptasche und Rucksack unterwegs) war grad weniger Verkehr,

und zum Glück war die Tür des anderen Terminals offen, und nochmals Glück mein Bus, die 117 war auch

da, also rein dort und gut ist. Problem Nr. 2: die Busse sind innendrin nicht annähernd so groß wie in

Deutschland (JA, ich weiß, der KOFFER!!!) also einfach den Koffer in die Mitte gestellt, so dass auch ja

niemand mehr rauskommt. Aber Problem Nr. 3 war viel schlimmer: ich war im 117, Pech war bloß, dass es

da 2 von der Sorte gibt und ich den Expressbus erwischt hatte, der leider nur an einer Station hält in Union,

nämlich der 6-spurigen Hauptverkehrsstraße!!! Was blieb mir anderes übrig, als dort auszusteigen? Also ich

raus dort und da stand ich… dumm nur, dass ich leider auch die Nummer meiner Vermieterin nicht dabei

hatte, die mich ja sonst vielleicht abgeholt hätte. Ich wusste ja noch nicht mal wo ich hätte hin laufen sollen,

noch nicht mal die Himmelsrichtung (ja Robert, es war leider dunkel geworden L)…

Genau in diesem und absolut richtigen Moment kam mir zum ersten Mal die hilfsbereite und sehr freundliche amerikanische Art entgegen. Eine junge Dame, die mit mir zusammen ausgestiegen war, fragte mich ob mit

mir alles in Ordnung ist? Ich erzählte ihr meine Geschichte, worauf sie sogleich ihr iPhone rausholte und über Googlemaps meinen Nachhauseweg nachschaute. Waren so um die 4 km, etwas weit um im dunkeln an einem Highway langzutingeln, nicht zu vergessen mit Reisegepäck im Schlepptau… Sie bot mir jedoch erstmal an,

mich in einem kleinen Laden etwas aufzuwärmen. Dann plötzlich stand ihr Mann, samt ihres Hondas vor der

Türe und zusammen brachten sie mich zur 1305 Barbara Avenue in 07083 Union, New Jersey, USA. Da

war ich baff, von soviel Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit! Unglaublich!

Stieg dann direkt vor meiner neuen Haustüre aus und bedankte mich ganz dolle bei den beiden und Susan Ristovsky, kurz Sue, stand schon in der Tür (inklusive Bugsy und Oreo, ihre 2 total süßen Boston-Terrier)

um mich zu empfangen. Dann kurz Hausrundgang (das nächste und hundertprozentig nicht das letzte: UNGLAUBLICH! Aber seht selbst…)



(Meine) Unsere Küche




Blick vom Wohnzimmer in die Küche




Bad, rechts die Dusche




Badezimmer von der anderen Seite




Wohnzimmer (mit unserem für Verhältnisse hier, eher kleinen TV)

links nicht im Bild der Eingang zu Eves späteren Zimmer




Wohnzimmer, geradezu der Blick in die Küche



und nun erstmal n bisl Couchpotatoe spielen und smalltalken (ist das eigentlich ein anerkanntes Wort, Basti,

du als Deutschlehrer müsstest des doch eigentlich wissen *g*).



Und dann zum ersten Mal im neuen Bett schlafen direkt vor einem riesigen, uns persönlich zur Verfügung stehenden Flat-TV, im Apartment, welches uns die nächsten 3,5 Monate Unterschlupf gewähren wird (Vielen Dank noch mal an Viktor und seinen „Craigslist.com“ Tipp, weil ich sonst wohl Sue nie gefunden hätte).

Dann kam auch schon mein erster richtiger Tag in den Vereinigten Staaten von Amerika und ich habe

gemacht was wahrscheinlich alle gemacht hätten…

ausgeschlafen und mich hier unten versteckt *g*! Hab meine erste alleinige Tour durch Union etwas auf die

lange Bank geschoben, na wer weiß was dort draußen alles so für Gestalten lauern?! Aber dann bin ich frohen Mutes raus und habe glatte 1,5 Stunden dort verbracht und unsere „Shoppingstrasse“ erkundet (siehe Bilder)!

Das war/ist dann also Union unsere neue Heimat und 75. wohnenswerteste Stadt in Amerika (vielleicht von den 75. schlechtesten ;-)), aber mal ehrlich, zum einleben und zur Ruhe kommen vom Großstadtrummel ist es schon sehr sehr angenehm!

Samstag war dann zum ersten mal Manny zu Hause, der Mann von Sue und seines Zeichens Truckfahrer, weswegen er wohl auch in der nächsten Zeit öfters unterwegs sein wird!

Sonntag sind wir dann zum ersten Mal richtig nach NYC (New York City) gefahren, zum brunchen (Mittelding zwischen Frühstück und Mittach) ins Garage, nach Manhattan (Greenwich Village) und das sollte nicht unser

letzter Besuch dort gewesen sein. Ist ein sehr gemütliches kleines Restaurant, mit nicht zu teuren Preisen

(oh, das ist eines der wenigen Probleme hier: teuer, teuer und nochmals teuer) und dem Jazzbrunch am Sonntag, alles in allem eine sehr angenehme Atmosphäre und LECKA!!! Bin dann noch mit meinen beiden Roommates durch NY getourt, einmal durch den Central Park, am Times Square entlang und die 7th Avenue (Broadway) runter, sprich eine kleine Stadtrundfahrt ganz für mich allein *hihi*. Dazu muss ich mal ganz klar sagen, ohne

jetzt die Riesenlange Dankes-Laudatio halten zu müssen, danke Sue und auch Manny, weil ihr mir den

Einstieg hier superperfekteinfach gemacht habt und ich euch schon nach genau 3 Tagen hier gefragt habe, ob

ich nicht doch bald mal wiederkommen kann *g*

Dann sind wir abends wieder Richtung heimwärts gefahren und ich habe die letzten Stunden genossen, bevor es dann mit dem Ernst des Lebens am Montag dem 12.01.2009 losging. Bei Alcatel-Lucent in der Mountain

Avenue 600 in Murray Hill, New Jersey im Auditing (was das heißt, nämlich nicht Buchführung!!! Sollte ich

dann am nächsten Tag rausfinden).

At first, I have to say, that I now want to speak english, because I also want my colleagues and friends over

here to read this (and I don’t want to translate everyone of my passages)! Either I’ll write in german and english

in turn or maybe Evelyn would rather like to write in english, let’s see.

But in the next post I'll come to the essence of the whole first post... my first week at work... :-)

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